Mi., 02. Jan. 2019:

Mir geht’s wieder etwas besser und so steht der Tour zum Cotopaxi heute nichts im Weg. Treffpunkt ist 6:30 Uhr vor dem Hostel. Wir sind 10 Teilnehmer und somit eine überschaubare Gruppe. Es geht Richtung Süden und nach Zwischenstopp zum Frühstück erreichen wir den Parkplatz am Cotopaxi auf ca. 4.500m gegen 11:30 Uhr. Am Weg dorthin durch den Park Cotopaxi zeigt sich der Vulkan schon von seiner schönen Seite. Wir haben heute mit dem Wetter ziemliches Glück, da wenig Wolken den Gipfel bedecken. Zudem ist die Landschaft atemberaubend wild, karg, ursprünglich und schimmert in vielerlei Farben und Schattierungen. Einfach klasse für mich, der die Berge so liebt.

Einschub:
Der Cotopaxi ist mit 5.897 m der zweithöchste Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Obwohl aktiv, ist er der am häufigsten bestiegene Berg des Landes und einer der meistbesuchten Gipfel Südamerikas.

Der Plan ist folgender. Wir steigen zum Basecamp auf ca. 4.800m auf, pausieren dort ein wenig. Und dann geht es noch bis an die Gletschergrenze auf ca. 5.020m. Danach steigen wir wieder zum Parkplatz ab, fahren ein Stück hinunter und wechseln dann aufs Mountain-Bike für einen kleinen “Downhill” bis zu einer Lagune.

Ich für mich bin gespannt, wie ich mit der Höhe zurecht komme. Insbesondere da es mir die letzten Tage nicht bestens ging und ich eine Erkältung von Cartagena noch mitschleppe… Also dann mal los. Ich laufe recht langam den ersten Anstieg hinauf und meine mir liegt ein Sack Zement auf dem Brustkorb, so schwer fällt mir das Atmen. Also, sofort anhalten, Luft bekommen und noch langsamer weitergehen. So langsam finde ich den Rhythmus und es geht stets etwas besser. Somit ist das Erreichen der Gletschergrenze dann auch machbar und sogar am Schluss auch als Erster :-). Alte Raucherlunge, wer sagt’s denn? Das Panorama ist fantastisch und ich bin stolz auf mich. What a day!

Der Abstieg ist dagegen ein leichtes und so sitzen wir bald auf den MTB’s zum 2. Teil des Ausflugs. Es beginnt kurz zu regnen, dann zu hageln und dann ist die Sonne wieder da. Es macht richtig Laune den Berg hinunter zu fahren. Wobei die extremen Bodenwellen und Auswaschungen ein großes Quentchen Aufmerksamkeit benötigen. An der Lagune angekommen, packen wir die Räder wieder aufs Dach und verabschieden uns aus dieser wunderschönen und wilden Landschaft.