Mo., 23. Dez. 2019 – So., 29. Jan. 2019

Die ganze Woche steht im Zeichen von Weihnachten und den Vorbereitungen dazu. Überall in der Stadt spüre ich, wie es langsam in den Endspurt geht. Auch in der Sprachschule sind alle schon ganz aufgeregt.

Diese Woche geniesse ich “Privatunterricht” bei Iliana, denn es sind keine weiteren Studenten in meiner Stufe da. Super Sache, wenn auch natürlich super anstrengend. Konnte ich mich vorher doch das eine oder andere Mal in der “Masse” verstecken, stehe ich jetzt stets im “Rampenlicht”. Anfangs stresst mich das schon sehr, doch dann finde ich meinen Weg, die Situation optimal zu nutzen und… an Tag 2 merke ich schon, wie lesen und sprechen besser werden.

Und dann ist es soweit, der 24.12. steht auf dem Zettel. In der Schule sind alle mit entsprechender Zipfelmütze und sonstigen weihnachtlichen Accessoires am Start. Schön und lustig zugleich. Schön, weil ich erleben darf, wie sehr Weihnachten in Kolumbien ein Familien-Event ist und alle am Durchdrehen sind. Ilana erzählt mir, dass nach dem Essen alle Gäste tanzen, Salsa, Rumba, Vallenato, Bachata… Wenn ich mir das vorstelle, da doch bei uns so ganz andere “Rhythmen” an Weihnachten angesagt sind.

Den “Heiligen Abend” verbringe ich im Hostel. Das gibt’s ein Essen und einige andere Traveller sind auch da. So ergeben sich einige Gespräche und der Abend ist ganz ok. Um 22 Uhr mache ich mich in Richtung Zimmer auf, da sich die Angelsachsen doch lieber miteinander unterhalten. Auch gut.

Am 26.12. ist wieder Schule und wir machen intensive Übungen zu den Pasados. Mir qualmt der Schädel und es nagt an mir, dass es mir in der Praxis immer noch nicht gelingt, Perfekt und Imperfekt richtig zu verwenden. Nach einigen Übungen klappt es etwas besser und ich bin einigermaßen zufrieden. Nachmittags gibts dann noch ein Tutorial mit Andrea zu den Objecto DIrecto und Objecto Indirecto sowie Konditional. Auch das klappt ganz gut, so dass ich zumindest ein Stück besser die Theorie verstanden habe.

Freitags und samstags stehen Ausflüge auf dem Zettel. Am Freitag geht es nochmal zur Lagune Guatavita, einem Kulturerbe in Kolumbien. DIe Spanier suchten nach einem Ort Namens “El Dorado”, den sie hier meinten gefunden zu haben. Am Samstag geht’s wieder in die stadtnahen Berge zu “La Aguadora”. Ein schöner Steig durch die pralle Fauna und Flora bis auf knapp über 3.100 müM. Eine super Sache, auch zur weiteren Akklimatisation für die Treks in den Nationalparks, die ich geplant habe.

Sonntags gehe ich nach dem Sport nach Usaquén auf den Flohmarkt. Usaquén ist ein feines Viertel im Norden von Bogota. Es gibt schmale Gassen, schöne Häuser, Parks und viele Restaurants und Bars, wo man sich gut die Zeit vertreiben kann. Den Rest des Sonntags verbringe ich mit Blog schreiben und Hausaufgaben für meinen letzten Tag in der Schule am Montag. Eine Woche mit total vielen Aktivitäten, Begegnungen und Emotionen geht zu Ende. 

Ach ja, ich bin mal wieder umgezogen, da das Zimmer sehr laut ist. Jetzt habe ich den General Manager mal in den “Schwitzkasten” genommen und habe als Kompensation für 5 schei.. Nächte ein Piso doble zur ruhigen Seite raus. Und schon war der Schlaf ein ganz anderer.

Nacht John Boy.