Di./Mi, 15./16. Jan. 2019:

Ja, heute ist wieder Reisetag! Es geht weiter in den Süden von Peru nach Huacachina, einer Oase in der Wüste gleich neben der Stadt Ica. Es ist nur eine Fahrt von knapp 1,5h mit dem Bus. Also ein leichtes. Und ich bin früh unterwegs, da ich am Nachmittag Sandboarding und Buggyfahren auf den Sanddünen gebucht habe! Na ja, es wäre dann auch nicht Südamerika, wenn der Bus pünktlich wäre :-)). Mir ist das relativ schnuppe, da es erst 7:30 Uhr ist und die Tour am Nachmittag um 16 Uhr startet. Eine Stunde später sind wir dann auf der Piste und gegen 10 Uhr treffe ich in Ica ein. Noch eine kurze Fahrt mit dem Taxi und ich bin da. In der Oase Huacachina. Der Ort wirkt surreal und wie auf einem anderen Planeten. Ringsum türmen sich steil und unglaublich hoch die Sanddünen auf. Und in der Mitte liegt, von Palmen umringt, die Oase.

Die einzige Aktivität, die hier langläufig unternommen wird ist, die Dünen herunterzufahren. Entweder auf dem Snowboard, den Ski oder eben mit dem Dünenbuggy. Leider habe ich die Nachricht erhalten, dass die Dünen für die kommenden 3 Tage gesperrt sind. Grund ist die Rallye Dakar. Na schöne Bescherung! Da war ja mit der Grund, hierher zu kommen. Ok, nun denn habe ich unverhoffte „Freizeit“. Zuerst treffe ich mich mit Alessandro. Wir quatschen über die nächsten Tage, da er am Abend weiter nach Arequipa fahren wird. Ich laufe dann gegen später noch eine der Dünen hinauf, um mal zu sehen was da sich so dahinter auftut. Ich bin erstaunt wie steil die Dünen zum Teil sind. 40° und etwas mehr sind da bestimmt drin. Ideal, um sie abzufahren und die Fläche ist topfeben. Das würde ganz bestimmt richtig Laune machen…

Der nächste Tag startet recht früh. Ich bin um 5 Uhr irgendwas schon wach und denke mir: „Na dann, auf zum Sonnenaufgang auf der Düne anschauen“. Gesagt getan. Um kurz nach halb sechs laufe ich los und zwar auf die größte Düne hier. Es ist spannend, da ein Teil wie auf einem Berggrat verläuft. Links und rechts geht’s richtig steil runter. Oben angekommen tut sich ein 360° Rundumblick auf und es ist noch kühl. Die Sonne blinzelt schon etwas hinter den entfernten Dünen hervor und wenige Minuten später erwärmt sich alles, was von ihren Strahlen erfasst wird. Eine schöne Stimmung verbreitet sich über der Oase.

Der weitere Tag verläuft unspektakulär. Ich schreibe an meinem Blog weiter, verbringe davor einiges an Zeit, um mich auf der Editierseite von WordPress einzuloggen. Irgendwie spinnen alle Browser. Irgendwann klappt es dann und ich aktualisiere den Blog soweit es geht. Ach ja, duschen war mal wieder nicht, da irgendwas mal wieder nicht ging. Der Amigo an der Rezeption mir aber jedes Mal, wenn ich nachfragte, überzeugt mitteilte:”…in cinco minutos, seguro”. Irgendwann hab ich es dann gelassen.  Abends um 18 Uhr mache ich mich dann zum Busterminal auf, denn ich fahre mit dem Nachtbus 12h weiter nach Arequipa. Meiner nächsten Station auf der Südamerika-Reise.